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Im alten Rom ging es darum, aus Kindern ‚gute Römer‘ zu machen. Hätten wir das damals einem Römer so direkt gesagt, wäre er vermutlich verärgert gewesen. Doch bei der Erziehung geht es fast immer darum, dass die Gesellschaft ihre Interessen in den Kindern verwirklicht – es geht selten um das Kind selbst.

Heute lehren wir die Kinder, sich perfekt zu vergleichen, sich zu messen und gegeneinander zu arbeiten: ‚Ich habe eine Eins im Test‘, ‚Ich habe mehr Barbies‘ oder ‚Mein Auto ist größer als deines‘.

Dabei hat jeder Mensch seine ganz eigene Aufgabe. Vielleicht ist es Ihre, einfach nur Blumen beim Wachsen zuzusehen. Wenn Sie das mit so viel Leidenschaft tun, dass Sie jemanden, der Häuser baut, damit inspirieren, baut dieser vielleicht noch schönere Häuser für andere. Vielleicht ist es auch Ihre Aufgabe, krank zu werden, um einem anderen zu helfen, über sich hinauszuwachsen – denn wahre Entwicklung findet immer außerhalb der Komfortzone statt. Wenn man sein Ego verlässt, erkennt man, dass das Leben einem Muster folgt, gegen das Ankämpfen keinen Sinn ergibt. Die Buddhisten sagen: ‚Der Schnee fällt, jede Schneeflocke auf ihren Platz.‘ Es gibt eine höhere Ordnung, die wir fühlen, aber mit unserem beschränkten Verstand niemals ganz begreifen können.

Khalil Gibran hat das in seinem Gedicht perfekt ausgedrückt:

‚Eure Kinder sind nicht eure Kinder. Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber. Sie kommen durch euch, aber nicht von euch, Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht. Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, Denn sie haben ihre eigenen Gedanken.‘

Viele große Persönlichkeiten der Geschichte hatten das Glück, nicht im klassischen Sinne ‚erzogen‘ zu werden. Leonardo da Vinci zum Beispiel durfte als ‚Bastard‘ keine reguläre Schule besuchen. Solche Menschen wurden nicht groß, weil sie von Natur aus so viel schlauer waren, sondern weil sie das tun durften, was sie liebten.

Es hat einen Grund, warum wir montags in so viele frustrierte Gesichter blicken. Wir müssen althergebrachte Dogmen wie die ‚Vollbeschäftigung‘ dringend überdenken.

Der unten angeführte Film baut auf Erkenntnissen von John Taylor Gatto auf, einem Lehrer im 18. Jh.. In den USA. Er schrieb das Buch „„Dumping us down“– – lieben bedeutet sich konstruktiv austauschen und bewußt werden …

Würden wir hinhören, was die Daten sagen, würden wir unsere Kinder ganz anders erziehen

Beispiele dafür gibt es auch viele

We have to re-think everything