Seite wählen

Hör auf zu führen, fang an zu verstehen: Neues Denken im Praxisteam

Mitarbeiterführung ist für viele von uns der stressigste Teil des Jobs. Warum? Weil wir versuchen, Menschen mit Methoden aus dem letzten Jahrhundert zu motivieren.

Das Märchen von Fleiß und Erfolg

Wir glauben immer noch, dass Führung bedeutet, die „Faulen“ anzutreiben. Aber lesen Sie mal Günther Hofer oder Vera F. Birkenbihl. Unsere täglichen „Spiele der Erwachsenen“ (nach Eric Berne) zeigen, dass wir meistens aneinander vorbeireden, weil wir die psychologischen Hintergründe ignorieren.

Gaben statt Noten

Wir wurden darauf konditioniert, uns nach äußeren Maßstäben zu bewerten. In der Schule wurde uns die natürliche Neugier oft ausgetrieben, um uns „gesellschaftsfähig“ zu machen. Wer nicht ins Raster passte, hatte Pech. In der Praxis machen wir oft genau so weiter. Wir sehen die Defizite, statt die Gaben unserer Mitarbeiter zu fördern.

Echte Wertschätzung ist kein Bonus

Eine Praxis ist kein Einpersonenstück. Sie ist ein Beziehungsgeflecht. Wahre Motivation entsteht erst dann, wenn wir den Mitarbeitern den Raum geben, den sie brauchen, um ihre Talente einzubringen. Große Unternehmen haben das längst kapiert: Druck erzeugt nur Gegendruck, Wertschätzung hingegen erzeugt Bindung.

Mein Rat: Geben Sie Verantwortung ab. Trauen Sie Ihrem Team etwas zu. Stellen Sie Fragen, statt nur Befehle zu geben. Gemeinsam finden wir Lösungen, auf die ein Einzelner nie gekommen wäre.