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Das Problem unserer Zeit: Kapitalismus und wiederkehrende Krisen

Unsere Gesellschaftsform trägt einen Namen: Kapitalismus. Und sie folgt einem Muster, das wenige gut kennen und die meisten verdrängen: Alle 80 bis 100 Jahre muss ein Krieg kommen, damit es zu einer wirtschaftlichen Neutralisation kommt.

Wer sich ein wenig mit Systemkritik beschäftigt, weiß, dass dieses Modell auf wiederkehrenden Krisen basiert. Das eigentliche Problem ist jedoch, dass sich viele Politiker nicht trauen, diese Systemfrage zu stellen – aus Angst, ihre Positionen zu verlieren.

Wir erleben derzeit eine massive Zuspitzung der wirtschaftlichen Probleme: Immer weniger Geld bei immer mehr Menschen, die immer mehr arbeiten müssen. Gleichzeitig wird die Mittelschicht abgebaut, und jene, die nicht arbeiten, werden systematisch mit Arbeitslosengeld und Förderprogrammen ruhiggestellt. Anstatt die Ursachen beim Namen zu nennen, wird die Bevölkerung gegeneinander ausgespielt – Kapitalisten gegen Kommunisten, Muslime gegen Juden, Einheimische gegen Illegalisierte.

Brot und Spiele statt echter Lösungen – so lässt sich die Strategie beschreiben. Der eigentliche Auftrag von Politikern müsste sein, Systemänderungen herbeizuführen, die wirklich für Menschen und Gesellschaften arbeiten. Doch in der Politik geht es – wie in der Medizin – selten um das, was die Menschen wirklich braucht.

Wer kann das ändern? Nur wir Menschen. Noch nie hat sich ein Profiteur eines schlechten Systems dazu bewegen lassen, dieses System zu ändern. Solange Profiteure von der Rhythrik des Systems profitieren, wird sich nichts Grundlegendes ändern. Deshalb liegt die Hoffnung nicht in der Politik, sondern in der Veränderung des Bewusstseins der Menschen selbst.