„Iran“ ist nur eine Worthülse: Über die Mechanik der Entmenschlichung
Grenzen sind künstliche Konstrukte. Es wird der Tag kommen, an dem wir sie nicht mehr brauchen – und dieser Tag rückt näher, je öfter wir über das reden, „was wirklich ist“. Menschen brauchen keine Mauern; sie wollen in Frieden leben. Doch das Prinzip Divide et Impera (Teile und herrsche) steht dem entgegen.
Das Ziel jeder Kriegspropaganda ist es, das Menschliche im „Anderen“ auszulöschen. Dieser Prozess folgt immer demselben grausamen Muster:
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Die Spaltung: Man erschafft Kategorien. Deutsche gegen Juden (1934), Hutu gegen Tutsi (1994), Europäer gegen Muslime (heute).
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Die Abwertung: Die Zielgruppe wird systematisch entmenschlicht und als Gefahr markiert.
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Die Auslöschung: Es folgen die Taten. 6 Millionen tote Juden, 1 Million tote Tutsi – und heute? Der Prozess läuft weiter.
Es gehören immer zwei dazu: Diejenigen, die entmenschlichen, und jene, die es mit sich geschehen lassen.
Ein Blick in die Geschichtsbücher (seit 1884): Wenn wir über Aggression sprechen, müssen wir die Fakten betrachten. Die Liste der US-Interventionen ist lang:
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Truman: Atombomben auf Japan, Koreakrieg.
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Eisenhower: Koreakrieg, Sturz gewählter Regierungen im Iran und Guatemala.
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Kennedy: Kuba-Invasion, Beginn des Vietnamkriegs.
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Johnson: Eskalation in Vietnam (Tonkin-Vorfall).
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Nixon: Bombardierung von Laos/Kambodscha, Sturz Allendes/Installation Pinochets.
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Carter: Unterstützung der Mudschahedin (Wurzeln von Bin Laden).
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Reagan: Iran-Contra-Affäre, Invasion in Grenada.
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Bush Sr.: Desert Storm, Invasion in Panama.
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Clinton: Kosovo-Krieg.
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Bush Jr.: Irak- und Afghanistan-Invasion.
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Obama: Fortführung der Kriege.
Und der Iran seit 1884? Die Liste der Angriffskriege oder gestürzten Regierungen im Ausland durch den Iran ist: Null.
Wer ist hier also die Bedrohung und wer die Worthülse?
Zuhören und sich selber eine meinung bilden … darauf kommt es an …
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