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In meinem Studium lernte ich alles über Krankheiten. Ich lernte, sie zu katalogisieren, sie in Worthülsen zu pressen und schließlich Geld mit ihnen zu verdienen. Nach 25 Jahren in diesem Metier ist meine Erkenntnis jedoch: Viele dieser Leiden existieren nur in unserer Vorstellung.

Fragen Sie sich selbst: Warum schwanken Krankheitsbilder so stark zwischen den Kulturen? Warum leiden die Inuit nicht an dem, was uns heute plagt? Und wo sind die Diagnosen von früher geblieben? Nehmen wir die ‚Hysterie‘: Vor einem Jahrhundert amputierte man Frauen deshalb noch die Gebärmutter. Die Frauen sind geblieben, doch die Krankheit ist aus den Lehrbüchern getilgt.

Vielleicht wenden Sie ein: ‚Aber Belsky, was ist mit dem Cholesterinspiegel?‘ … Meine Antwort finden Sie hier:

Sie werden vielleicht sagen, die Medizin rette doch durch Bluttransfusionen täglich Leben. Doch je tiefer man gräbt, desto deutlicher wird: Selbst dort, wo der Laie absolute Sicherheit vermutet, bröckelt das Fundament. Wir wissen oft nur das, was uns ein profitorientiertes System glauben lässt. Wir alle spielen unsere Rollen, versteckt hinter Schichten von Konditionierung, wie unter Zwiebelschalen. Doch das ist kein Grund zur Resignation. Leben ist ein Prozess der Bewusstwerdung – und wir stehen erst am Anfang unseres gemeinsamen Weges. 😉